Rebekka Jovicic • 27. Januar 2026

Rebekka Jovicic • 27. Januar 2026

High Tech Beauty einfach erklärt: Welche Wirkstoffe wirklich etwas können

High Tech Beauty klingt gut. Und ehrlich gesagt: Ich liebe Technik, Forschung und neue Wirkstoffe.

Aber nach vielen Jahren in der Praxis habe ich gelernt, sehr genau hinzuschauen. Denn nicht alles, was modern klingt, hält auch das, was es verspricht.


Einer der Wirkstoffe, mit dem ich mich intensiv beschäftigt habe – theoretisch wie praktisch – sind Neuropeptide. Und genau darüber möchte ich heute offen und verständlich sprechen. Nicht als Werbeversprechen, sondern als Einordnung aus Erfahrung.

Was sind Neuropeptide einfach erklärt?

Neuropeptide sind körpereigene Botenstoffe. Sie bestehen aus kurzen Ketten von Aminosäuren und übernehmen im Körper eine wichtige Aufgabe:

Sie helfen Zellen dabei, miteinander zu kommunizieren – besonders im Nervensystem.


Wenn du es ganz einfach willst:

Neuropeptide sind Informationsüberträger. Sie sagen Zellen, was sie tun sollen, zum Beispiel entspannen, regenerieren oder reagieren.


Wer es genauer nachlesen möchte, findet eine sachliche, wissenschaftliche Erklärung hier.

Foto von: camerontuckerisme/ nicht Kundin im Dandelion | Cosmetic Studio

Was bewirken Neuropeptide?

Genau diese Frage höre ich in meinem Studio sehr oft, und sie ist absolut berechtigt.


Neuropeptide wirken nicht mechanisch wie Geräte und auch nicht oberflächlich wie viele klassische Pflegewirkstoffe. Sie setzen tiefer an: bei der Zellkommunikation.


In der Haut können Neuropeptide unter anderem dazu beitragen,


  • Muskelkontraktionen sanfter zu regulieren
  • Entzündungsprozesse zu beruhigen
  • Regenerationsmechanismen zu unterstützen
  • das Hautbild insgesamt ausgeglichener wirken zu lassen


Das erklärt, warum Neuropeptide häufig im Zusammenhang mit Mimikfalten, Spannungszuständen der Haut und Anti-Aging genannt werden.

Welche Beispiele gibt es für Neuropeptide?

In der kosmetischen Anwendung werden keine „echten“ körpereigenen Neuropeptide eingesetzt, sondern synthetisch hergestellte, sichere Varianten, die deren Wirkweise nachahmen.


Ein bekanntes Beispiel ist Acetyl Hexapeptide-8 (auch bekannt als Argireline), das häufig in der Forschung untersucht wurde. Es wird oft als sanfte, kosmetische Alternative zu invasiven Methoden beschrieben, da es auf die Signalübertragung zwischen Nerven und Muskeln wirkt.


Eine wissenschaftliche Untersuchung mit positiven Ergebnissen findest du zum Beispiel hier.



Solche Studien sind mir wichtig, weil sie zeigen, dass Neuropeptide nicht nur ein Marketingbegriff sind, sondern tatsächlich untersucht werden.



Welche Vorteile bieten Neuropeptide?

Aus meiner praktischen Erfahrung – und aus dem, was Forschung zeigt – lassen sich die Vorteile von Neuropeptiden gut zusammenfassen:


  • sie wirken gezielt, nicht pauschal
  • sie unterstützen Prozesse, die im Körper ohnehin stattfinden
  • sie können helfen, das Hautbild ruhiger und harmonischer wirken zu lassen
  • sie lassen sich gut mit Behandlungen kombinieren


Gerade in Kombination mit professionellen Anwendungen, wie ich sie auch im Studio anbiete, können Neuropeptide sinnvoll eingebunden werden. Dazu passt auch mein Artikel über ganzheitliche Hautverjüngung.

Was sind Neuropeptide für die Haut?

Für die Haut sind Neuropeptide vor allem eines: Signalgeber.


Sie können der Haut helfen, besser auf Reize zu reagieren, sei es auf Stress, Entzündungen oder altersbedingte Veränderungen. Wichtig ist mir dabei immer zu sagen:

Neuropeptide „zaubern“ nichts weg. Aber sie können Prozesse positiv beeinflussen, wenn sie richtig eingesetzt werden.


Gerade bei Kundinnen, die sich eine natürliche, aber wirksame Unterstützung wünschen, spielen Neuropeptide eine interessante Rolle.


Darüber hinaus zeigen Neuropeptide in der Hautpflege weitere Effekte, die in der Praxis relevant sind. Sie können Zellprozesse fördern, die an der Bildung von Kollagen und Elastin beteiligt sind, was sich positiv auf Festigkeit und Elastizität auswirken kann. Auch die Fähigkeit der Haut, Feuchtigkeit zu binden, kann durch Neuropeptide verbessert werden – ein Punkt, der besonders bei trockener oder gestresster Haut eine Rolle spielt. Zusätzlich werden Neuropeptiden entzündungshemmende Eigenschaften zugeschrieben, die dabei helfen können, Rötungen und Irritationen zu reduzieren und die natürliche Regeneration der Haut zu unterstützen.

Welche Risiken birgt die Einnahme von Peptiden?

Diese Frage ist mir besonders wichtig, und sie wird oft falsch verstanden.


Wenn wir über Neuropeptide in der Kosmetik sprechen, reden wir nicht über Nahrungsergänzungsmittel oder medizinische Einnahmen. Die Risiken, die bei oral eingenommenen Peptiden diskutiert werden, betreffen diesen Bereich.


In der kosmetischen Anwendung gelten Neuropeptide bei sachgemäßer Formulierung und Anwendung als gut verträglich. Trotzdem gilt, wie bei allen Wirkstoffen:

Die Qualität, Konzentration und Kombination sind entscheidend.


Allergische Reaktionen oder Hautirritationen sind selten, können aber, wie bei jedem kosmetischen Inhaltsstoff, individuell auftreten.


Genau deshalb schaue ich mir Inhaltsstoffe sehr genau an und empfehle nichts leichtfertig.

Welche Wirkstoffe wirklich etwas können – mein Fazit

Ich habe viele Trends kommen und gehen sehen. Manche verschwinden schnell, andere bleiben, weil sie funktionieren.


Nach allem, was ich gelernt, gelesen und in der Praxis erlebt habe, kann ich sagen: Neuropeptide können wirklich etwas. Nicht als Wundermittel, sondern als intelligenter, moderner Wirkstoff, der dort ansetzt, wo Hautprozesse gesteuert werden.


Wer sich näher mit Aufbau, Wirkmechanismen und Einsatzmöglichkeiten von Neuropeptiden in der Hautpflege beschäftigen möchte, findet eine ausführliche, sachlich erklärte Zusammenfassung in einem weiterführenden Ratgeber zu Neuropeptiden, den ich selbst zur Vertiefung genutzt habe. 


Auch größere Lifestyle-Medien greifen das Thema auf und ordnen die Wirkung von Peptiden in der Hautpflege verständlich ein, wie etwa in diesem Beitrag. Damit wird deutlich, dass Neuropeptide inzwischen über den Fachbereich hinaus Aufmerksamkeit im breiteren Beauty- und Pflegeumfeld finden.


Mein Anspruch ist immer derselbe: ehrlich bleiben, Wissen teilen und Wirkstoffe einordnen – damit du Entscheidungen triffst, die sich für deine Haut richtig anfühlen.


Wenn du magst, findest du in meinem Blog auch weitere Beiträge darüber, wie moderne Wirkstoffe und professionelle Behandlungen sinnvoll zusammenspielen.


Deine

Rebekka Jovicic

Dandelion | Cosmetic Studio